Klarer Schnitt beim Zählpunkt

cronos schnürt Migrationspaket zur Abbildung von Markt- und Messlokation

Mit dem Beschluss zur Anpassung der Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation vom Dezember 2016 läutete die Bundesnetzagentur das Ende des  Zählpunktes in seiner bisherigen Form ein. Sowohl Lieferanten als auch Netzbetreiber stehen nun in der Pflicht, alle existierenden Zählpunkte der regulierten Sparten Strom und Gas bis zum 1. Februar 2018 entsprechend der gesetzlichen Festlegungen aufzusplitten. In diesem Zusammenhang bietet die cronos Unternehmensberatung GmbH Energieversorgungsunternehmen (EVU) ab sofort ein individuell anpassbares Umsetzungspaket namens „MeLo/MaLo[GO]“, mit dem sich die Abbildung der beiden neu geschaffenen Konstrukte Marktlokation (MaLo) und Messlokation (MeLo) sowie das zugehörige Migrationsprojekt effektiv und ressourcenschonend gestalten lassen.

„Der Zählpunkt war seit dem Beginn der Marktkommunikation ein unveränderlicher Fixpunkt, dem auch Netzabgaben oder -übernahmen nichts anhaben konnten“, betont Volker Schwalm, Bereichsleiter solution factory bei der cronos Unternehmensberatung GmbH, und ergänzt: „Daher geht dessen Aufspaltung in MeLo für die messtechnische und MaLo für die kaufmännisch-bilanzielle Sicht nicht nur mit Anpassungen innerhalb des SAP IS-U einher. Die Umstellung hat auch unmittelbaren Einfluss auf weitere eingesetzte Systeme wie beispielsweise das SAP Business Warehouse oder die CRM-Landschaft.“ Die Hürden für die Ausprägung des neuen Datenmodells wurden im Rahmen des Angebots „MeLo/MaLo[GO]“ beachtet. Der Umbau erfolgt entlang des von der SAP propagierten neuen SAP IS-U-Stammdatenmodells. Die Messlokation behält die bestehende Zählpunktbezeichnung, während die aufzubauende Marktlokation mit einer neuen Identifikationsnummer versehen wird. Über die MeLo/MaLo[GO]-Migrationsverfahren ist Datenkonsistenz garantiert. Zudem können EVU auch künftig auf den IDEX-Standard der SAP setzen, was den Aufwand im Hinblick auf kommende Änderungen bei der Marktkommunikation deutlich schmälert.

Maßgeschneiderte Migration

Die Trennung von Mess- und Marktlokation erfolgt unter Zuhilfenahme vielfach erprobter Migrationsverfahren und -werkzeuge. Ziel ist die saubere und wirtschaftsprüfungskonforme Überführung der zugrundeliegenden Daten mit hoher Automatisierungsquote. Um im SAP IS-U Datenkonstrukte um- und aufzubauen, wird die SAP Contract Conversion Workbench (CCW) eingesetzt. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass SAP-Datenbankmanipulationen im Zuge der Migration strikt im Rahmen des SAP-Standards durchgeführt werden. Ein konfigurierbares Regelwerk definiert hierbei, welche Daten herangezogen werden und wie beispielsweise neue Messlokationen anhand der alten Zählpunkte aufzubauen sind. Cronos verfügt über speziell von SAP zertifizierte Berater, die berechtigt sind, die SAP CCW in Projekten zu bedienen.

Stichtag 1. Februar 2018

Der Stammdatenumbau im SAP IS-U lässt sich entweder aufgeteilt in mehreren Phasen oder in einem Rutsch abwickeln. Dabei kann schon im zweiten Quartal 2017 mit der Migration begonnen werden. Der weitere Projektzeitplan lässt sich flexibel auf die Randbedingungen und Personalverfügbarkeiten auf EVU-Seite abstimmen. Bei Bedarf übernehmen die cronos-Experten zudem die parallele Analyse und Anpassung der weiteren betroffenen Prozesse und Schnittstellen zu Drittsystemen. Hierbei sollte der Gesamtaufwand für die Testdurchführung allerdings nicht unterschätzt werden. Es ist damit zu rechnen, dass besonders komplexe Datenkonstrukte im Detail betrachtet werden müssen. „Wir gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der Zählpunkte mehr als die Hälfte des Gesamtaufwands ausmachen“, so Schwalm abschließend.