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SAP S/4HANA Utilities: Probe aufs Exempel in der Schweiz
von cronos

SAP S/4HANA Utilities: Probe aufs Exempel in der Schweiz

 

In der Schweizer Versorgungsbranche sind zahlreiche Projekte zur Einführung von SAP S/4HANA Utilities bereits weit vorangeschritten. Von den dabei gesammelten Erfahrungen können andere Energiemarktakteure nun profitieren.

 

Angefangen beim Stadtwerk Winterthur über die WWZ Energie AG aus Zug bis hin zur AEW Energie AG in Aarau: Zur cronosphere hatte Michael Fellmann vom cronos-Partner Avectris etliche namhafte Referenzen im Gepäck, die zeigen, dass Schweizer Energieversorger ihren deutschen Kollegen hinsichtlich des Umstiegs auf S/4HANA Utilities eine Nasenlänge voraus sind. Hierbei ist natürlich zu erwähnen, dass dieser Vorsprung nicht zuletzt von den abweichenden Rahmenbedingungen der nationalen Märkte im Zuge der Liberalisierung und den gesetzlich verankerten Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation begünstigt wird. Mit den entsprechenden Projekten haben die Schweizer Unternehmen das Tor in die neue Welt der energiewirtschaftlichen Prozessabwicklung ein ganzes Stück weit aufgestoßen. Vorteile vor dem Hintergrund der nativen HANA-Funktionalitäten rund um Prognose, Simulation oder Machine Learning, moderne User-Experience-Ansätze im Zuge von Fiori-Oberflächen und Rollenkonzepten sowie die Chance zur Prozesskonsolidierung und Erweiterung der Freiheiten im Hinblick auf Bereitstellungsoptionen – Stichwort Hybrid-IT-Landschaften – sind in greifbare Nähe gerückt.

 

Geschäftsstrategie determiniert Vorgehen

Anhand der gezeigten Beispiele wird deutlich, wie unterschiedlich sich die Schwerpunktsetzung und Vorgehensweisen bei der Transformation auf Unternehmensseite gestalten. Während sich in Winterthur und Zug das Migrationsmodell der Conversion als Mittel der Wahl herauskristallisierte, ist die AEW Energie AG im Rahmen der energiewirtschaftlichen Kernprozesse beim Brownfield-Ansatz fündig geworden. Auf diese Weise konnten nicht mehr erforderliche Modifikationen innerhalb des SAP IS-U gezielt zurückgebaut und damit alte Zöpfe abgeschnitten werden. Gleichzeitig wurden bewährte Z-Entwicklungen einfach auf die neue technologische Plattform überführt – für maximalen Investitionsschutz. Auch den CRM-Ball spielen all diese Versorgungsunternehmen auf individuelle Weise.

Klar ist: Den „einen“ Transformationsweg gibt es nicht, ebenso wenig wie ein „Richtig“ oder „Falsch“ bei der Reihenfolge und konkreten Ausgestaltung der Umstellung einzelner Teilbereiche. Hier sind letztendlich allein die aktuellen Gegebenheiten und strategischen Pläne der jeweiligen Organisation ausschlaggebend. Diese gilt es gezielt zu durchleuchten und Prioritäten abzuleiten, an denen sich die entsprechenden Projekte ausrichten. Wer das als Unternehmen erkennt, braucht die Umsetzung selbst nicht zu fürchten, wie der Fall der Stadtwerke Winterthur demonstriert: Hier wurde bereits 2019 auf HANA umgestellt. Am reibungslosen Ablauf der aufbauenden Prozesse – egal welcher Sparte – hat sich dabei nichts geändert, wohl aber an der Flexibilität und Modernität des technologischen Fundaments mit Blick auf künftige Optimierungen.

 

SAP S/4HANA Utilities – Die ersten Kunden in der Umsetzung

 

Vielfalt an ausgereiften Möglichkeiten

Trotz zahlreicher Unterschiede zwischen den einzelnen Projekten lassen sich dennoch eindeutige allgemeingültige Schlussfolgerungen und Empfehlungen ableiten. Hinsichtlich des Reifegrads haben die neuen zur Verfügung stehenden technologischen Möglichkeiten von SAP die Probe aufs Exempel bereits klar bestanden. Gleichzeitig stellt sich immer wieder heraus, dass das eigentliche Potenzial der Transformation im Umdenken auf fachlicher Seite steckt. Eine rein technische Betrachtung greift in der Regel viel zu kurz, wenn es darum geht, sich zukunftsfähig auszurichten. Dem Engagement der Fachbereiche kommt im Zuge dessen entscheidende Bedeutung zu. Gerade beim Greenfield-Modell ist die klare Definition des Zielbildes und der damit einhergehenden Prozesse essenziell. Ebenso von Vorteil ist es, Vorarbeiten frühzeitig anzustoßen und professionelle, externe Unterstützung anzufordern, um interne Ressourcen gezielt zu entlasten. Vor allem zählt jedoch Flexibilität: Schließlich geht es um einen Lernprozess. Daher sollte die Fähigkeit, sich neuen Anforderungen jederzeit anpassen zu können, niemals verloren gehen. Mit dieser Einstellung und auf Basis der modernen Möglichkeiten von SAP sehen die genannten Schweizer Versorger den künftigen Veränderungen des Marktes mittlerweile deutlich entspannter entgegen.

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