02.03.2026
Die technologische Entwicklung der letzten Jahre – insbesondere durch Large-Language-Modelle und KI – hat die Möglichkeiten in der Prozessautomatisierung erheblich erweitert. Während Automatisierung früher stark auf strukturierte, regelbasierte Prozesse begrenzt war, lassen sich heute auch komplexe, unstrukturierte Daten verarbeiten und in automatisierte Abläufe integrieren.
Klassischerweise beginnt eine Automatisierungsreise mit strukturierten Daten. Lineare Prozesse mit klaren Wenn-dann-Entscheidungen werden in Flussdiagrammen modelliert und mithilfe regelbasierter RPA-Roboter automatisiert. Typische Beispiele sind standardisierte Massenvorgänge wie Rechnungsverarbeitung oder Zählerstandsplausibilisierung.
Im nächsten Schritt kommen häufig unstrukturierte oder semistrukturierte Daten ins Spiel: E-Mails, Verträge, Rechnungen oder Bestellungen müssen zunächst ausgelesen und in strukturierte Informationen überführt werden. Hier kommen Technologien wie Intelligent Extraction Processing oder Intelligent Document Processing zum Einsatz – mittlerweile ergänzt durch KI-Modelle, die Inhalte kontextuell interpretieren können.
Darüber hinaus ermöglichen moderne KI-Modelle auch die Verarbeitung komplexer, impliziter Inhalte. So können beispielsweise Texte in Rechnungen und Bestellungen nicht nur numerisch, sondern inhaltlich miteinander verglichen werden. Technische Grenzen in der Automatisierung sind dadurch deutlich reduziert worden. Die zentrale Frage ist heute weniger, ob etwas automatisierbar ist, sondern ob es wirtschaftlich sinnvoll ist.
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